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Anafranil (Clomipramine HCI)

€16.69

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Anafranil ist ein Arzneimittel mit dem Wirkstoff Clomipramin. Es wird zur Behandlung bestimmter psychischer Beschwerden eingesetzt, z. B. bei Depressionen und Angststörungen. Anafranil beeinflusst Botenstoffe im Gehirn, um Stimmung und innere Anspannung zu verbessern. Nehmen Sie das Arzneimittel genau nach Anweisung ein. Zu Beginn können Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Schwindel oder Mundtrockenheit auftreten. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt bzw. Ihre Apotheke.
Anafranil (Clomipramin) – Patienteninformation

Anafranil® (Clomipramin-Hydrochlorid) – verständliche Arzneimittel-Übersicht

Anafranil® enthält den Wirkstoff Clomipraminhydrochlorid. Das Arzneimittel gehört zur Gruppe der trizyklischen Antidepressiva und wird je nach Indikation auch bei bestimmten Angst- und Zwangsstörungen eingesetzt. Die nachfolgenden Informationen sind für Patientinnen und Patienten allgemeinverständlich zusammengestellt, ersetzen jedoch nicht die individuelle Beratung durch Ärztinnen/Ärzte oder Apotheker/innen.

1) Grundinformation zum Arzneimittel

Wirkstoff: Clomipraminhydrochlorid (Anafranil®)
Arzneimittelgruppe: Trizyklisches Antidepressivum (TZA)
Darreichungsformen: Je nach Produktlinie sind unterschiedliche Stärken und ggf. Retard-/Depot-Varianten erhältlich (Verfügbarkeit kann variieren).
Wofür bekannt: Wirksamkeit insbesondere bei Zwangsstörungen (obsessive-compulsive disorder, OCD) und in ausgewählten depressiven Krankheitsbildern.

Aspekt Wichtige Hinweise
Wirkprinzip Beeinflusst u. a. den Serotonin- und Noradrenalin-Stoffwechsel im Gehirn
Typischer Wirkbeginn Stimmungs-/Angstsymptome häufig nach Tagen bis Wochen; Zwangssymptome oft nach mehreren Wochen
Wirkdauer Fortlaufende tägliche Einnahme; Absetzen nur schrittweise unter ärztlicher Begleitung
Häufige Nebenwirkungen Mundtrockenheit, Benommenheit, Verstopfung, Schwindel; später ggf. Änderungen der Libido
Wichtige Risiken Herzrhythmus-/Überleitungsstörungen (QT), Blutdruckschwankungen, Serotonin-bedingte Nebenwirkungen bei Kombination

2) Wirkmechanismus: Wie Anafranil wirkt

Anafranil (Clomipramin) wirkt vor allem durch die Hemmung der Wiederaufnahme von Neurotransmittern, insbesondere Serotonin (5-HT) und in geringerem Ausmaß auch Noradrenalin. Dadurch stehen im synaptischen Spalt mehr Botenstoffe für die Signalübertragung zur Verfügung.

Bei Zwangsstörungen und verwandten Symptomen kann die serotonerge Signalübertragung die „Zwangsschleifen“ im Denken und Handeln günstiger beeinflussen. Bei depressiven Erkrankungen kann die Wirkung auf Serotonin und Noradrenalin zu einer Verbesserung von Antrieb, Stimmung und emotionaler Stabilität beitragen.

Zusätzlich hat Clomipramin weitere pharmakologische Eigenschaften (z. B. Einflüsse auf Histamin- und cholinerge Rezeptoren), die erklären können, warum manche Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Mundtrockenheit auftreten.

3) Pharmakokinetik (Was passiert im Körper?)

Die Aufnahme erfolgt nach oraler Einnahme über den Magen-Darm-Trakt. Clomipramin wird im Körper verstoffwechselt, vor allem in der Leber. Dabei entsteht u. a. ein aktiver Metabolit (z. B. Desmethylclomipramin).

  • Wirkspiegel: Je nach Darreichungsform können Anflutungsgeschwindigkeit und maximale Konzentration variieren (Retard-/Depotformen können glatter wirken).
  • Halbwertszeit: Clomipramin und seine Metaboliten verbleiben über längere Zeit im Körper, sodass die Einnahme in der Regel 1-mal täglich oder nach Plan erfolgt (je nach ärztlicher Anweisung und Produkt).
  • Bindung an Proteine: Ein Teil des Wirkstoffs bindet an Blutproteine; dadurch kann es bei bestimmten Begleiterkrankungen oder Wechselwirkungen zu veränderten Spiegeln kommen.
  • Elimination: Ausscheidung erfolgt überwiegend über die Nieren und den Stoffwechselweg.

Praktisch bedeutet das: Konstante Einnahme und die Beachtung von Wechselwirkungen sind wichtig, weil sich Spiegel auch über Tage aufbauen können. Bei Lebererkrankungen oder ungünstigen Wechselwirkungen kann die Wirkung stärker oder Nebenwirkungen häufiger ausfallen.

4) Typische Anwendung: Wofür wird Anafranil eingesetzt?

Anafranil wird in Deutschland je nach Zulassung und ärztlicher Einschätzung eingesetzt, beispielsweise bei:

  • Zwangsstörungen (OCD) – besonders wenn die Symptome stark belastend sind und andere Maßnahmen nicht ausreichen.
  • Depressiven Erkrankungen, insbesondere bei schwereren Verläufen oder wenn ein trizyklisches Antidepressivum als geeignet erscheint.
  • Angstbezogenen Krankheitsbildern – je nach klinischer Situation (bitte genaue Indikation beachten).

Wichtig: Welche Indikation bei Ihnen zutrifft, richtet sich nach Ihrer Diagnose, Ihrem Krankheitsverlauf und Ihrer individuellen Verträglichkeit. Bitte orientieren Sie sich dabei an den ärztlichen Angaben und der Packungsbeilage.

5) Einnahme-Timing: Wann und wie oft?

Typischerweise wird Anafranil 1-mal täglich eingenommen – häufig am Abend, wenn Müdigkeit zu Beginn erwartet wird. In manchen Fällen wird die Tagesdosis aufgeteilt (z. B. bei Retard-/Nicht-Retard-Formen oder wenn die Verträglichkeit es erfordert).

Häufig wird die Therapie einschleichend gestartet: Die Dosis wird langsam gesteigert, um Nebenwirkungen zu reduzieren und dem Körper Zeit zur Anpassung zu geben.

Praktische Orientierung

  • Regelmäßigkeit: Nehmen Sie das Arzneimittel möglichst täglich zur gleichen Zeit ein.
  • Einschleichen: In den ersten Wochen kann es zu Nebenwirkungen kommen; oft bessern sich diese mit der Zeit.
  • Wirkung beobachten: Besonders bei Zwangssymptomen kann es mehrere Wochen dauern, bis ein deutlicher Nutzen spürbar wird.
  • Therapie nicht abrupt beenden: Absetzen kann zu Absetzsymptomen führen; daher schrittweise reduzieren.

6) Ernährung & Nahrungsmittel: Anafranil mit oder ohne Essen?

Viele Patientinnen und Patienten vertragen Clomipramin mit Nahrung besser, da Übelkeit oder Magenbeschwerden reduziert werden können. Eine strenge Nahrungsmittelvorschrift besteht üblicherweise nicht, dennoch kann Folgendes hilfreich sein:

  • Wenn Sie zu Übelkeit neigen: nehmen Sie die Dosis vorzugsweise nach dem Essen.
  • Verträglichkeit: Bleiben Sie beim gewählten Einnahmezeitpunkt (mit oder ohne Essen) möglichst konstant.
  • Retard-/Depotformen: beachten Sie unbedingt die spezifische Anwendung in Ihrer Packungsbeilage (z. B. ob Tabletten ganz geschluckt werden müssen).

Bei speziellen Diäten oder Magen-Darm-Problemen kann die Aufnahme individuell variieren; sprechen Sie dann mit Ihrem Behandlungsteam.

7) Alkohol & Arzneimittelwechselwirkungen

7.1 Alkohol

Während der Behandlung mit Anafranil wird in der Regel zu Vermeidung oder deutlicher Reduktion von Alkohol geraten. Alkohol kann:

  • die beruhigende Wirkung verstärken (Benommenheit, langsamere Reaktion),
  • das Stimmungsbild ungünstig beeinflussen,
  • das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen (z. B. Schwindel, Müdigkeit).

Wenn Sie Alkohol trinken möchten: halten Sie Rücksprache mit Ihrer behandelnden Ärztin/Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, besonders wenn Sie weitere Medikamente einnehmen oder bereits Nebenwirkungen bemerken.

7.2 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Clomipramin hat potenziell relevante Wechselwirkungen, da es über Enzyme in der Leber verstoffwechselt wird und außerdem Einfluss auf das kardiale Reizleitungssystem sowie den Serotoninstoffwechsel haben kann.

Besonders wichtig sind diese Gruppen:

  • Andere Antidepressiva (z. B. SSRI/SNRI, MAO-Hemmer): kann das Risiko für Serotonin-Syndrom und unerwünschte Nebenwirkungen erhöhen.
  • MAO-Hemmer: diese Kombination ist typischerweise besonders kritisch und erfordert strenge zeitliche Abstände.
  • Arzneimittel, die den Herzrhythmus beeinflussen oder das QT-Intervall verlängern: erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen (bei entsprechend vorbelasteten Patientinnen/Patienten besonders relevant).
  • Stoffe, die den Clomipramin-Spiegel erhöhen (z. B. bestimmte Enzymhemmer): mehr Nebenwirkungen möglich (z. B. Müdigkeit, Schwindel, in schweren Fällen Überdosierungszeichen).
  • Stoffe, die den Clomipramin-Spiegel senken (z. B. bestimmte Enzyminduktoren): Wirkung kann abgeschwächt sein.
  • Anticholinerg wirksame Medikamente oder Arzneimittel mit beruhigender Wirkung: kann Mundtrockenheit, Verstopfung, verschwommenes Sehen oder Benommenheit verstärken.
  • Entwässernde Mittel oder Elektrolyt-störende Medikamente (z. B. bei Mangel an Kalium/Magnesium): können das Risiko für Herzrhythmusprobleme erhöhen.

Wenn Sie mehrere Medikamente einnehmen (auch pflanzliche Präparate), ist es sinnvoll, eine vollständige Liste zur Apotheke oder zum Arzt mitzunehmen. So kann das Wechselwirkungsrisiko besser eingeschätzt werden.

Typische Warnzeichen für problematische Wechselwirkungen

  • Unruhe, Zittern, Schwitzen, Durchfall, Fieber oder schnelle Herzfrequenz (Hinweis auf Serotonin-bedingte Reaktionen)
  • Ohnmacht, Herzstolpern oder ausgeprägter Schwindel (Hinweis auf Kreislauf-/Rhythmusprobleme)
  • starke Verwirrtheit oder sehr ausgeprägte Benommenheit

Bei schweren Symptomen ist sofortige medizinische Abklärung erforderlich.

8) Dosierung: Einschleichen, Zielwert und Anpassung

Die genaue Dosierung von Anafranil wird individuell festgelegt. Faktoren sind u. a. Alter, Diagnose (z. B. OCD vs. Depression), Verträglichkeit, Begleiterkrankungen und andere Medikamente.

Warum wird häufig einschleichend dosiert?

Zu Beginn kann es zu Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Benommenheit oder Magenbeschwerden kommen. Durch das langsamen Steigern wird die Verträglichkeit verbessert.

Übliche Vorgehensweise (allgemein)

  • Startdosis: meist niedrig, um die Verträglichkeit zu prüfen.
  • Steigerung: in regelmäßigen Abständen nach ärztlichem Schema.
  • Erhaltungsdosis: die Dosis, bei der der Nutzen erreicht und Nebenwirkungen tolerierbar sind.

Da sich Dosierungen je nach individueller Situation deutlich unterscheiden können, nennen wir hier bewusst keine bindenden mg-Zahlen als „Standard“, sondern empfehlen: Orientieren Sie sich ausschließlich an der ärztlichen Anweisung und der Packungsbeilage.

Wenn eine Dosis vergessen wurde

  • Nehmen Sie eine vergessene Dosis ein, sofern es nicht nahe an der nächsten Einnahmezeit ist.
  • Ist die nächste Einnahme bald fällig, lassen Sie die vergessene Dosis aus.
  • Verdoppeln Sie nicht die Dosis, um eine vergessene Einnahme nachzuholen.

9) Sicherheit & Nebenwirkungen: Was ist normal, was sollte man melden?

Wie bei allen Arzneimitteln können auch bei Anafranil Nebenwirkungen auftreten. Viele treten vor allem am Anfang auf und bessern sich im Verlauf. Dennoch gibt es auch seltene, aber wichtige Risiken.

Häufige bzw. bekannte Nebenwirkungen

  • Mundtrockenheit
  • Verstopfung
  • Benommenheit, Müdigkeit
  • Schwindel
  • verschwommenes Sehen
  • Übelkeit oder Magenbeschwerden
  • Gewichtszunahme (bei manchen Patientinnen/Patienten)
  • Schlafstörungen (je nach Tageszeit und individueller Reaktion)
  • sexuelle Funktionsstörungen

Wichtige Risiken (bitte ernst nehmen)

Clomipramin kann das Risiko für Herzrhythmus- und Überleitungsstörungen erhöhen, insbesondere bei vorbestehenden Herzerkrankungen, Elektrolytstörungen oder gleichzeitiger Einnahme entsprechender Medikamente. Außerdem kann es zu Blutdruckveränderungen kommen (z. B. beim Aufstehen).

  • Herzprobleme: Herzstolpern, Ohnmachtsgefühl, starke Schwindelattacken.
  • Serotonin-Symptome bei ungünstigen Kombinationen: Unruhe, Zittern, starkes Schwitzen, Fieber.
  • Krampfanfälle: Risiko steigt bei Überdosierung oder bestimmten Risikokonstellationen.
  • Manie/Hypomanie: bei entsprechender Veranlagung kann Stimmung „umschlagen“.

Wann sollten Sie ärztliche Hilfe holen?

  • Wenn Nebenwirkungen stark sind oder Sie den Alltag kaum bewältigen können
  • Wenn Zeichen einer möglichen Herzproblematik auftreten
  • Wenn Symptome eines Serotonin-Überschusses auftreten
  • Wenn Sie sich deutlich verschlechtern oder neue schwere psychische Symptome bemerken

Besondere Hinweise für bestimmte Personengruppen

  • Ältere Menschen: Häufig höhere Empfindlichkeit gegenüber Nebenwirkungen; besonders auf Schwindel/Stürze achten.
  • Lebererkrankungen: kann zu höheren Wirkspiegeln führen → ggf. Dosisanpassung nötig.
  • Herzerkrankungen: mögliche EKG-Kontrollen je nach Ausgangslage.
  • Elektrolytstörungen (z. B. Kalium/Magnesium): erhöhtes Risiko für Herzrhythmusprobleme.

10) Praktische Anwendungstipps im Alltag

Damit Anafranil seine Wirkung gut entfalten kann und Nebenwirkungen leichter handhabbar sind, helfen diese allgemeinen Strategien:

  • Ein Einnahme-Ritual etablieren: z. B. nach dem Abendessen oder vor dem Zubettgehen (so wie verordnet).
  • Mundtrockenheit lindern: häufig trinken, zuckerfreie Kaugummis/Lutschbonbons nutzen (nur wenn verträglich).
  • Verstopfung vorbeugen: ausreichend Flüssigkeit, ballaststoffreiche Ernährung, Bewegung.
  • Schwindel berücksichtigen: beim Aufstehen langsam; ggf. vorsichtig mit dem Autofahren in der Einschleichphase.
  • Wirkungsaufbau realistisch planen: Rückfälle/Schwankungen in den ersten Wochen sind möglich; die Dosisanpassung erfolgt Schritt für Schritt.
  • Therapie mit Unterstützung begleiten: Kombination mit Psychotherapie und Verhaltensmaßnahmen kann bei Zwangsstörungen besonders hilfreich sein.

Fahrzeug- und Maschinenbedienung

Durch Müdigkeit, Schwindel oder Konzentrationsstörungen kann die Verkehrstüchtigkeit beeinflusst sein. Prüfen Sie, wie Sie auf die Einnahme reagieren, besonders in den ersten Tagen und nach Dosisänderungen.

11) Alternative Optionen (je nach Diagnose)

Wenn Anafranil nicht ausreichend wirkt oder nicht gut vertragen wird, gibt es je nach Erkrankung verschiedene Alternativen. Die Auswahl hängt stark von Ihrer Diagnose, Ihrem bisherigen Verlauf, Begleiterkrankungen und Wechselwirkungen ab.

Bei Zwangsstörungen

  • SSRI (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) – häufig als Basisoption
  • Psychotherapie, insbesondere verhaltenstherapeutische Verfahren
  • In einzelnen Fällen andere Strategien je nach Fachrichtung und Leitlinie

Bei Depression

  • Andere Antidepressiva verschiedener Wirkstoffgruppen (z. B. SSRI, SNRI, mirtazapinartige Konzepte)
  • Psychotherapie und ggf. strukturierte Behandlungskonzepte

Ein Wechsel oder Absetzen sollte immer geplant und medizinisch begleitet erfolgen (Auswasch- bzw. Absetzstrategien, Risiko von Entzugssymptomen oder Stimmungseinbrüchen).

12) Markt- & Rechtskontext in Deutschland (Hinweise für Patientinnen und Patienten)

In Deutschland unterliegt der Vertrieb verschreibungspflichtiger Arzneimittel strengen gesetzlichen Vorgaben (Arzneimittelgesetz, Apotheken- und Versandregelungen). Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: Der Erwerb und die Abgabe erfolgen über zugelassene Wege (Apotheken bzw. zugelassene Versandapotheken), wobei die einschlägigen Pflichten zur Arzneimittelsicherheit und Beratung beachtet werden.

Bitte beachten Sie: Produktbezeichnungen, konkrete Darreichungsformen und Packungsgrößen können variieren. Die genaue Zusammensetzung (z. B. Hilfsstoffe) entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage bzw. der jeweiligen Produktbeschreibung.

Aktualität: Informationsstände zu Dosierungen, Warnhinweisen und Sicherheitsinformationen werden regelmäßig durch Behörden und Fachkreise überprüft. Maßgeblich ist stets die aktuelle Packungsbeilage.

13) „Neuere“ Empfehlungen & wichtige Sicherheitsaspekte (allgemein)

Für trizyklische Antidepressiva wie Clomipramin werden in der Praxis wiederholt besonders beachtet:

  • Herzbezogene Sicherheit: Bei Risikopatienten wird die kardiale Verträglichkeit (z. B. durch EKG) und die Vermeidung QT-verlängernder Kombinationen betont.
  • Serotoninbezogene Risiken: Bei Kombinationsbehandlungen (v. a. mit anderen serotonergen Wirkstoffen) ist eine sorgfältige Prüfung und Dosisplanung wichtig.
  • Einschleichen & Absetzen: Langsame Dosisanpassung reduziert Nebenwirkungen zu Beginn; schrittweises Beenden senkt Absetzrisiken.
  • Individuelle Risikofaktoren: Alter, Elektrolyte, Leberfunktion, Begleitmedikation und Substanzgebrauch (z. B. Alkohol) werden stärker in den Mittelpunkt gerückt.

Wenn sich Ihre Situation verändert (z. B. neue Medikamente, neue Erkrankungen, geplante OP, neue Herzsymptome), sprechen Sie zeitnah mit Ihrer Apotheke oder dem Behandlungsteam.

14) Lieferung & Verfügbarkeit in der Apotheke

Die Verfügbarkeit von Anafranil kann je nach Region, Stärke und Darreichungsform unterschiedlich sein. In einer Online-Apotheke profitieren Sie häufig von:

  • Bestellkomfort und übersichtlicher Produktauswahl
  • Beratung zu Dosierungsfragen, Anwendung und Wechselwirkungen
  • Hinweisen zur Lieferfähigkeit (z. B. sofort verfügbar vs. voraussichtliche Lieferzeit)

Für die Lieferung in Deutschland gelten die üblichen rechtlichen Vorgaben zum Versand von Arzneimitteln. Informieren Sie sich in den jeweiligen Versand-/Lieferinformationen Ihres Anbieters über Versandkosten, Lieferzeiten und Zustelloptionen.

Tipp: Prüfen Sie vor Bestellung, welche Darreichungsform und Stärke Sie benötigen, damit die Lieferung direkt zu Ihrer Therapie passt.

15) FAQ – Häufige Fragen zu Anafranil (Clomipramin)

Wie lange dauert es, bis Anafranil wirkt?

Viele Patientinnen und Patienten merken erste Effekte auf Schlaf, Anspannung oder Antrieb innerhalb der ersten Tage bis Wochen. Bei Zwangssymptomen kann es jedoch oft mehrere Wochen dauern, bis ein klarer Nutzen sichtbar wird. Wichtig ist, die Therapie nicht zu früh abzubrechen, aber auch Nebenwirkungen frühzeitig zu melden.

Warum wird die Dosis langsam gesteigert?

Clomipramin kann anfangs Nebenwirkungen auslösen (z. B. Müdigkeit, Schwindel oder Magenbeschwerden). Eine schrittweise Steigerung verbessert die Verträglichkeit und hilft, die „richtige“ Dosis zu finden.

Darf ich Anafranil zusammen mit anderen Psychopharmaka einnehmen?

Häufig ist das möglich, aber es muss sorgfältig geprüft werden. Besonders wichtig sind Wechselwirkungen mit anderen antidepressiven bzw. serotonergen Wirkstoffen sowie Medikamente, die das Herzrhythmusprofil beeinflussen. Sprechen Sie vor Änderungen Ihrer Medikation unbedingt mit Arzt oder Apotheke.

Kann ich während der Behandlung Auto fahren?

Das hängt von Ihrer individuellen Reaktion ab. In der Einschleichphase oder nach Dosisänderungen können Müdigkeit oder Schwindel auftreten. Wenn Sie sich benommen fühlen, verzichten Sie auf das Fahren und fragen Sie nach.

Was kann ich gegen Mundtrockenheit tun?

Häufig trinken, zuckerfreie Kaugummis/Lutschbonbons (falls verträglich) und eine gute Mundhygiene können helfen. Wenn die Beschwerden stark sind, sprechen Sie mit Ihrer Apotheke über geeignete Maßnahmen.

Was passiert, wenn ich eine Dosis vergesse?

Nehmen Sie sie ein, sofern der nächste Einnahmezeitpunkt noch nicht in Kürze ist. Ist die nächste Dosis bald fällig, lassen Sie die vergessene aus. Verdoppeln Sie die Dosis nicht.

Kann ich Anafranil plötzlich absetzen?

In der Regel ist ein plötzliches Absetzen nicht empfehlenswert, da Absetzsymptome auftreten können. Ein Absetzen sollte schrittweise und in Absprache mit dem Behandlungsteam erfolgen.

Gibt es Wechselwirkungen mit alkoholischen Getränken?

Ja. Alkohol kann Müdigkeit verstärken und die Verträglichkeit verschlechtern. Generell wird zu Vermeidung oder deutlicher Einschränkung geraten. Wenn Sie unsicher sind, holen Sie sich Rat bei Apotheke oder Arzt.

Welche Warnzeichen sollten mich sofort alarmieren?

Bitte suchen Sie rasch medizinische Hilfe, wenn Sie starke Herzsymptome (z. B. Ohnmachtsgefühl, heftiges Herzrasen), Anzeichen eines Serotonin-Syndroms (z. B. starke Unruhe, Fieber, Zittern, Durchfall) oder schwere Verwirrtheit bemerken.

16) Kurzfazit

Anafranil® mit dem Wirkstoff Clomipramin ist ein trizyklisches Antidepressivum, das insbesondere bei Zwangsstörungen und bestimmten depressiven oder angstbezogenen Zuständen eingesetzt werden kann. Die Wirkung baut sich oft über Zeit auf; deshalb sind regelmäßige Einnahme und das einschleichende Dosieren besonders wichtig. Da es zu Nebenwirkungen und relevanten Wechselwirkungen kommen kann, sollten Sie Veränderungen früh melden und die Einnahme mit Ihrer Apotheke oder Ihrem Behandlungsteam eng begleiten.

Für die vollständigen Angaben zu Nebenwirkungen, Gegenanzeigen, besonderen Patientengruppen und der genauen Anwendung lesen Sie bitte die Packungsbeilage Ihres konkreten Anafranil-Produkts.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

10mg, 25mg, 50mg

Packung: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill