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Topamax (Topiramate)

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Topamax enthält den Wirkstoff Topiramat. Das Arzneimittel wird zur Behandlung bestimmter Anfallsleiden eingesetzt und kann helfen, die Anzahl der Anfälle zu verringern. In anderen Fällen wird es zur Vorbeugung von Migräne eingesetzt, um Angriffe seltener zu machen. Topiramat wirkt im Gehirn, indem es die Signalübertragung beeinflusst. Nehmen Sie es genau nach Anweisung ein. Informieren Sie Ihren Arzt bei Nebenwirkungen oder wenn Sie andere Medikamente einnehmen.
Topamax (Topiramat) – Patienteninformation

Topamax® (Topiramat) – verständliche Informationen für Patientinnen und Patienten

Topamax® enthält den Wirkstoff Topiramat. Das Arzneimittel wird in der Neurologie eingesetzt und kann je nach Situation zur Behandlung von Epilepsie sowie zur Vorbeugung von Migräne dienen. Diese Seite bietet einen patientenfreundlichen Überblick über Wirkweise, Anwendung, wichtige Wechselwirkungen, Sicherheit und praktische Tipps. Bitte beachten Sie: Individuelle Entscheidungen zu Beginn, Anpassung und Dauer der Behandlung trifft Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr behandelnder Arzt.

1) Basisinformationen zum Arzneimittel

Bereich Information
Wirkstoff Topiramat
Handelsname Topamax®
Wirkprinzip Mehrfache Effekte auf Nervenübertragung (u. a. Natriumkanäle, GABA/Glutamat, Carboanhydrase)
Anwendungsgebiete Epilepsie (je nach Form); Migräneprophylaxe
Verabreichung Tabletten/Kapseln je nach Darreichung; Einnahme meist in 1–2 Dosen täglich
Wichtiger Hinweis Dosierung wird schrittweise angepasst; abrupter Abbruch kann problematisch sein

2) Wie wirkt Topamax? (Wirkmechanismus)

Topiramat beeinflusst mehrere Prozesse im Gehirn, die an der Weiterleitung von Nervenreizen beteiligt sind. Dadurch kann es sowohl krampflösende als auch vorbeugende Effekte bei Migräne unterstützen. Zu den wichtigsten Wirkansätzen gehören:

  • Modulation spannungsabhängiger Natriumkanäle – kann die Übererregbarkeit von Nervenzellen verringern.
  • Stärkung hemmender Signalwege (GABA) – wirkt dämpfend auf die neuronale Aktivität.
  • Hemmung erregender Signalwege (Glutamat) – kann die Krampfneigung reduzieren.
  • Hemmung der Carboanhydrase – beeinflusst u. a. Säure-Basen-Gleichgewicht und kann das Risiko bestimmter Nebenwirkungen (z. B. Nierenstein-Neigung, metabolische Azidose) mitbestimmen.

Der genaue Nutzen hängt von Diagnose, individueller Empfindlichkeit und der verordneten Dosis ab. Bei Migräne ist häufig ein regelmäßiger Einnahme-Ansatz entscheidend, damit sich die vorbeugende Wirkung über Zeit aufbauen kann.

3) Pharmakokinetik – was passiert mit Topiramat im Körper?

Pharmakokinetik beschreibt, wie der Körper den Wirkstoff aufnimmt, verteilt, verstoffwechselt und ausscheidet. Ein paar patientenrelevante Punkte:

  • Aufnahme: Topiramat wird nach oraler Einnahme resorbiert. Nahrung verändert die Aufnahme grundsätzlich nicht wesentlich, kann aber die Geschwindigkeit beeinflussen.
  • Verteilung: Der Wirkstoff verteilt sich im Körper, u. a. auch in das zentrale Nervensystem.
  • Metabolismus: Ein Teil wird in der Leber verstoffwechselt, ein relevanter Anteil bleibt jedoch unverändert.
  • Ausscheidung: Topiramat wird vor allem über die Nieren ausgeschieden. Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann daher eine Anpassung der Dosis erforderlich sein.
  • Halbwertszeit: Die Wirkung hält über viele Stunden an; die individuelle Dauer kann je nach Alter, Nierenfunktion und Begleitmedikation variieren.

Wichtig für die Praxis: Da Topiramat überwiegend renal ausgeschieden wird, sind Trinkmenge und Nierenfunktion besonders relevant (auch zur Vorbeugung von Nierensteinen).

4) Typische Anwendungen – für welche Situationen ist Topamax gedacht?

4.1 Epilepsie

Topiramat kann zur Behandlung bestimmter Formen von Epilepsie eingesetzt werden, z. B. bei:

  • fokalen Anfällen (je nach Therapieschema und Alter),
  • generalisierten Anfällen in spezifischen Konstellationen (je nach Diagnose),
  • als Zusatztherapie oder in ausgewählten Fällen als Monotherapie (abhängig von dem genauen Krankheitsbild und der Altersgruppe).

Die genaue Indikation ist stark davon abhängig, welche Anfallsform vorliegt und welche Dosierung/Strategie gewählt wird.

4.2 Migräneprophylaxe

Topamax wird zur Vorbeugung der Migräne eingesetzt, insbesondere bei Betroffenen, die häufig an Migräneanfällen leiden oder bei denen eine Prophylaxe medizinisch sinnvoll ist. Ziel ist, die Häufigkeit und in vielen Fällen auch die Schwere der Anfälle zu senken.

5) Wann und wie einnehmen? (Timing im Alltag)

Die Einnahme richtet sich nach der verordneten Dosis. In der Praxis wird Topiramat häufig so eingenommen, dass die Tagesdosen gleichmäßig verteilt sind. Ein typisches Schema ist:

  • 1× täglich: häufig am Abend (oder nach ärztlicher Vorgabe), vor allem bei niedrigeren Tagesdosen.
  • 2× täglich: morgens und abends, mit ungefähr gleichem Abstand, um eine stabilere Wirkspiegel-Verteilung zu unterstützen.

Wichtig: Topiramat wird oft einschleichend dosiert (beginnend mit niedriger Dosis, dann schrittweise Steigerung). Dadurch lassen sich Nebenwirkungen häufig besser tolerieren.

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, befolgen Sie bitte die Anweisungen Ihrer Ärztin/Ihres Arztes oder die Angaben in der Packungsbeilage. In vielen Fällen gilt: keine doppelte Dosis „nachholen“, um die Gesamtdosis nicht ungewollt zu erhöhen.

6) Dosis – wie wird Topamax üblicherweise dosiert?

Die Dosierung ist individuell und hängt u. a. ab von der Indikation (Epilepsie vs. Migräne), dem Alter, dem Ansprechen und der Nierenfunktion. In vielen Behandlungsplänen wird Topiramat langsam gesteigert.

Da je nach Produktstärke und Therapieziel unterschiedliche Schemata verwendet werden, finden Sie die exakte Dosieranleitung in Ihrer ärztlichen Verordnung und in der Packungsbeilage. Als Orientierung (ohne Anspruch auf Einzelfallübertragung) werden häufig folgende Prinzipien genannt:

  • Schrittweise Steigerung zur Reduktion von Nebenwirkungen.
  • Erhaltungsdosis als Zielwert nach dem Einschleichen.
  • Bei Nierenproblemen: häufig niedrigere Dosen bzw. besondere Anpassungen.
  • Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Antiepileptika: Anpassung kann erforderlich sein.

6.1 Beispielhafte Therapiestruktur (schematisch)

Ein typisches Schema für viele Patientinnen/Patienten ist:

  1. Start mit niedriger Tagesdosis.
  2. Steigerung in festgelegten Zeitabständen.
  3. Beobachtung von Wirksamkeit und Verträglichkeit.
  4. Festlegung einer Erhaltungsdosis.

Ihre Ärztin/Ihr Arzt entscheidet, wie schnell und wie weit gesteigert wird. Brechen Sie die Behandlung nicht eigenständig ab; besonders bei Epilepsie ist ein kontrollierter Auslass- oder Absetzprozess wichtig.

7) Essen und Topamax: Gibt es Nahrungsmittel-Interaktionen?

Topiramat kann grundsätzlich mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Nahrung verändert die Aufnahme bei den meisten Menschen nur in geringem Maß. Dennoch können einzelne Personen eine unterschiedliche Verträglichkeit bemerken (z. B. bei Übelkeit).

  • Wenn Sie zu Übelkeit oder Unwohlsein neigen, kann die Einnahme mit einer Mahlzeit hilfreich sein.
  • Trinken Sie ausreichend, insbesondere bei sportlicher Aktivität oder warmem Wetter.

Bitte halten Sie sich an die Anweisung in der Packungsbeilage bzw. an die individuelle Empfehlung.

8) Alkohol und andere Substanzen – was ist zu beachten?

Während der Behandlung mit Topamax sollte Alkohol möglichst vermieden bzw. stark reduziert werden. Gründe:

  • Alkohol kann Schwindel, Benommenheit und Koordinationsstörungen verstärken – Nebenwirkungen, die unter Topiramat vorkommen können.
  • Zusätzlich kann die Stimmungslage beeinflusst werden; bei einigen Betroffenen sind depressive Symptome oder Stimmungsschwankungen ein Thema.
  • Bei Migränepatientinnen/-patienten kann Alkohol auch Migräneanfälle triggern.

Wenn Sie dennoch Alkohol konsumieren möchten: Besprechen Sie das vorher mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, insbesondere in der Einstellungsphase (Einschleichen) oder bei spürbaren Nebenwirkungen.

9) Wechselwirkungen mit Arzneimitteln – wichtige Beispiele

Topiramat kann Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben. Besonders relevant sind:

9.1 Hormonelle Verhütungsmittel

Topiramat kann die Wirksamkeit hormoneller Verhütungsmittel (z. B. „Pille“) beeinträchtigen, vor allem bei höheren Dosen. Wenn Sie verhüten müssen, klären Sie bitte vor Einnahmebeginn bzw. bei Dosisänderung mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke, ob eine zusätzliche/alternative Verhütungsmethode sinnvoll ist.

9.2 Weitere antiepileptische Medikamente

Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Antiepileptika kann es zu Änderungen der Spiegel und/oder Nebenwirkungen kommen. Häufig wird daher im Verlauf eng kontrolliert.

9.3 Säure-Basen und harntreibende Arzneimittel

Da Topiramat die Carboanhydrase hemmt, können bestimmte Kombinationen das Säure-Basen-Gleichgewicht stärker beeinflussen. Besonders wichtig sind:

  • Acetazolamid und ähnliche Wirkstoffe (z. B. zur Glaukomtherapie): erhöhte Wechselwirkungsgefahr.
  • Diuretika („Entwässerungstabletten“): kann das Risiko für bestimmte Nebenwirkungen beeinflussen.

9.4 Metformin und weitere Stoffwechselmedikamente

Bei Diabetesmedikation kann die Kombination relevant sein. Eine ärztliche Kontrolle der Therapieplanung ist besonders wichtig.

9.5 Psychopharmaka und sedierende Mittel

Bei Kombination mit Arzneimitteln, die dämpfen oder das Nervensystem beeinflussen, kann sich die Müdigkeit oder Benommenheit verstärken. Berücksichtigen Sie dies auch bei Verkehrstüchtigkeit und Maschinenbedienung.

Praktischer Tipp: Führen Sie eine Liste aller Medikamente, einschließlich frei verkäuflicher Mittel und Nahrungsergänzungsmittel, und zeigen Sie sie Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt bzw. Ihrer Apotheke. So lassen sich Wechselwirkungen besser vermeiden.

10) Sicherheit und Nebenwirkungen – worauf sollten Sie achten?

Wie bei allen Arzneimitteln können auch bei Topamax Nebenwirkungen auftreten. Nicht jede Person bekommt alle Beschwerden. Häufige Nebenwirkungen hängen auch von der Dosis und der Einstellungsphase ab.

10.1 Häufige mögliche Nebenwirkungen

  • Kribbeln/Taubheitsgefühle (Parästhesien), z. B. in Händen/Füßen
  • Schwindel und Benommenheit
  • Übelkeit, manchmal Appetitveränderungen
  • Geschmacksveränderungen
  • Gedächtnis- oder Konzentrationsprobleme („brain fog“) bei manchen Menschen
  • Müdigkeit
  • Gewichtsveränderung (häufig Gewichtsabnahme möglich)

10.2 Wichtige, weniger häufige aber ernst zu nehmende Risiken

  • Nierensteine (Nierenkolik): Risiko kann erhöht sein. Achten Sie auf ausreichende Trinkmenge und informieren Sie sich über Warnzeichen (z. B. starke Flankenschmerzen).
  • Metabolische Azidose (Säureüberschuss): kann Hinweise geben wie anhaltende Müdigkeit, schnelle Atmung oder ungewöhnliche Beschwerden; ggf. Blutkontrollen erforderlich.
  • Augenprobleme (z. B. akutes Glaukom): Bei plötzlich starken Augenschmerzen, Sehverschlechterung, starker Rötung oder Kopfschmerz sofort medizinisch abklären lassen.
  • Stimmungsänderungen: Bei Auftreten von Depression, starken Stimmungsschwankungen, Suizidgedanken oder ausgeprägter Unruhe ärztlich Kontakt aufnehmen.
  • Krampfneigung/Anfallssteuerung: Bei Epilepsie darf die Therapie nicht abrupt abgesetzt werden; Änderungen nur nach ärztlicher Anleitung.

10.3 Wann sollten Sie umgehend Hilfe holen?

Suchen Sie bitte sofort medizinische Hilfe, wenn eine der folgenden Situationen eintritt:

  • Plötzliche starke Augenschmerzen oder deutliche Sehprobleme
  • Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion (z. B. Schwellungen im Gesicht, Atemnot)
  • Starke Flankenschmerzen mit Übelkeit/Blut im Urin (möglicher Nierenstein)
  • Akute schwere Benommenheit, Verwirrtheit oder neurologische Ausfälle
  • Suizidgedanken oder schwere depressive Symptome

11) Praktische Anwendungstipps – so gelingt die Einnahme im Alltag

  • Einschleichphase ernst nehmen: In den ersten Wochen ist die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen höher. Steigern Sie nicht schneller als verordnet.
  • Trinkmenge beachten: Besonders bei Neigung zu Nierensteinen. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann hilfreich sein. Ihre individuelle Zielmenge bespricht man am besten mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.
  • Regelmäßigkeit: Einnahme zu festen Zeiten unterstützt die Therapietreue und die stabile Wirkung.
  • Alltagsfunktion im Blick: Wenn Sie Schwindel oder Konzentrationsprobleme bemerken, vermeiden Sie in der Einstellungsphase das Führen von Fahrzeugen bzw. das Bedienen von Maschinen – bis Sie wissen, wie Sie reagieren.
  • Dokumentation: Gerade bei Migräne kann ein Kopfschmerz-Tagebuch helfen, Nutzen und Nebenwirkungen zeitlich zuzuordnen.
  • Bei Umstellung Vorsicht: Änderungen der Dosis, zusätzliche Medikamente oder bei Infekten/Dehydrierung können die Verträglichkeit beeinflussen.

12) Häufige Fragen zur Anwendung (FAQ)

Wie lange dauert es, bis Topamax bei Migräne wirkt?

Bei Migräneprophylaxe stellt sich die Wirkung oft nicht sofort ein. Üblicherweise wird die Therapie über Wochen beurteilt, insbesondere nachdem eine passende Dosis erreicht wurde. Wie schnell sich eine Besserung zeigt, ist individuell.

Kann ich Topamax mit anderen Migränemitteln kombinieren?

Viele Patientinnen und Patienten verwenden zusätzlich Akutmedikation. Die Kombination sollte jedoch individuell geplant werden, da sich Wechselwirkungen und Nebenwirkungen ergeben können. Sprechen Sie Ihre Kombination (Prophylaxe + Akutmittel) mit Arzt oder Apotheke ab.

Ich bekomme Kribbeln oder Taubheitsgefühle – ist das normal?

Parästhesien (Kribbeln/„Ameisenlaufen“) gehören zu den typischen Nebenwirkungen von Topiramat. Dennoch sollte die Ausprägung ärztlich besprochen werden, besonders wenn sie stark ist, neu auftritt oder Sie sich Sorgen machen.

Was muss ich bei Nierensteinen beachten?

Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Wenn Sie Flankenschmerzen, Blut im Urin oder starke Beschwerden bemerken, suchen Sie rasch medizinische Abklärung. Informieren Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt über frühere Nierensteine.

Kann Topamax die Sicht beeinflussen?

Selten können ernsthafte Augenprobleme auftreten. Bei plötzlichen Augenschmerzen oder Sehverschlechterung: sofort ärztlich abklären lassen.

Darf ich Alkohol trinken?

Am besten vermeiden oder nur sehr zurückhaltend konsumieren. Alkohol kann Benommenheit und Schwindel verstärken und bei Migräne zudem Anfälle triggern. Besprechen Sie Ihr Vorgehen im Zweifel mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.

Was ist, wenn ich eine Dosis vergessen habe?

Nehmen Sie nicht doppelt ein. Wie genau vorzugehen ist, hängt von Ihrem Einnahmeschema ab. Halten Sie sich an die Packungsbeilage oder fragen Sie in der Apotheke nach.

13) Alternative Optionen – falls Topamax nicht passt

Wenn Topamax nicht ausreichend wirkt oder nicht gut vertragen wird, gibt es je nach Erkrankung alternative Behandlungsmöglichkeiten. Diese Auswahl hängt stark von Ihrer Diagnose, Vorerkrankungen und Begleitmedikation ab.

13.1 Alternativen bei Migräneprophylaxe

  • andere vorbeugende Arzneimittel (je nach Risikoprofil)
  • nicht-medikamentöse Strategien (z. B. Trigger-Management, Verhaltenstherapie, Entspannungsverfahren)
  • je nach Land/Indikation auch gezielte Therapien (z. B. Antikörper gegen bestimmte Migränemechanismen)

13.2 Alternativen bei Epilepsie

Bei Epilepsie kommen mehrere Antiepileptika in Frage. Die Auswahl richtet sich u. a. nach Anfallsform, Alter, Begleiterkrankungen und dem gewünschten Sicherheitsprofil.

Besprechen Sie Alternativen immer mit Ihrer behandelnden Ärztin/Ihrem behandelnden Arzt. Wechsel und Absetzen sollten geplant erfolgen, um Rückfallrisiken und Nebenwirkungen zu minimieren.

14) Medizinischer und rechtlicher Kontext in Deutschland

In Deutschland unterliegen Arzneimittel strengen gesetzlichen Vorgaben. Details zu Verfügbarkeit, Kennzeichnung und Abgabe richten sich nach dem jeweiligen Produktstatus. Allgemein gilt:

  • Arzneimittel werden gemäß Arzneimittelgesetz und nach Bewertungen von Behörden bereitgestellt.
  • Packungsbeilage und Fachinformation enthalten verbindliche Angaben zu Anwendung, Dosierung und Sicherheit.
  • Apotheken bieten Beratung zu Wechselwirkungen, Einnahmeschema und Nebenwirkungen.

Für Patientinnen und Patienten ist besonders wichtig, dass Dosierungen und Verlaufskontrollen individuell festgelegt werden. Bei Fragen zur sicheren Anwendung helfen Apotheke und Ärzteteam.

Aktuelle Orientierung („recent guidance“)

In der klinischen Praxis werden Behandlung und Kontrollen kontinuierlich an neue Daten und Empfehlungen angepasst. Prüfen Sie bei wichtigen Veränderungen (z. B. Schwangerschaftsplanung, neue Symptome, zusätzliche Medikamente) den aktuellen Stand mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke. In vielen Richtlinien/Statements wird u. a. die sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung sowie das langsame Einschleichen und eine engmaschige Beobachtung bei Risikopatientinnen/-patienten betont.

15) Lieferung und Verfügbarkeit – was Sie beim Online-Kauf beachten sollten

Die Verfügbarkeit von Topamax® kann je nach Stärke und Packungsgröße variieren. In der Regel wird ein Online-Arzneimittelangebot durch den Versand über Apotheken organisiert. Für eine reibungslose Bestellung:

  • Wählen Sie die richtige Darreichung und Stärke entsprechend Ihrer bisherigen Therapie.
  • Überprüfen Sie, ob für Sie eine individuelle Packungsgröße oder ein bestimmtes Schema vorgesehen ist.
  • Bei Rückfragen zu Dosierung, Umstellung oder Vergleichbarkeit helfen die Apotheken im Kundenservice.

Lieferzeiten sind abhängig von Verfügbarkeit im Lager und Versanddienstleistungen. Häufig werden Sendungsstatus und Informationen zur Zustellung bereitgestellt. Bitte beachten Sie außerdem, dass Kühlketten in der Regel nicht erforderlich sind, sofern für das konkrete Produkt nichts anderes angegeben ist.

16) Kurzübersicht: Wichtige Punkte auf einen Blick

  • Wirkstoff: Topiramat (Topamax®)
  • Indikationen: Epilepsie (je nach Anfallsform/Schema) und Migräneprophylaxe
  • Anwendung: meist einschleichend; Einnahme 1–2× täglich nach Plan
  • Erwägungen: Nierenfunktion beachten; ausreichendes Trinken kann helfen
  • Wechselwirkungen: u. a. mit hormonellen Verhütungsmitteln möglich; auch bei anderen Medikamenten beachten
  • Alkohol: möglichst vermeiden (Benommenheit/Schwindel und Migräne-Trigger)
  • Warnzeichen: plötzliche Augenschmerzen/Sehstörungen, starke Flankenschmerzen, schwere allergische Reaktionen – sofort abklären

17) FAQ – weitere häufige Fragen

Ist Topamax für Kinder geeignet?

Topiramat kann je nach Indikation und Altersgruppe zugelassen sein. Ob und in welcher Dosierung es bei Kindern eingesetzt wird, hängt von der jeweiligen Epilepsieform, dem Gewicht und dem individuellen Verlauf ab. Kinder benötigen besonders sorgfältige ärztliche Betreuung und Dosisanpassung.

Kann ich die Behandlung plötzlich absetzen?

Ein abruptes Absetzen ist in der Regel nicht empfehlenswert, insbesondere bei Epilepsie. Die Dosis sollte nur nach ärztlicher Anleitung reduziert werden. Brechen Sie Topamax nicht eigenständig ab.

Wie wirkt sich Topamax auf die Verkehrstüchtigkeit aus?

Schwindel, Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen können auftreten. Solange Sie nicht wissen, wie Topiramat bei Ihnen wirkt, sollten Sie das Führen von Fahrzeugen und das Bedienen von Maschinen vorsichtshalber vermeiden.

Gibt es Ernährungstipps?

Ein gesunder Flüssigkeitshaushalt ist besonders relevant. Wenn Sie eine erhöhte Steinbildung vermuten (z. B. Vorgeschichte), kann Ihre Ärztin/Ihr Arzt weitere Empfehlungen geben. In der Regel sind keine speziellen „Topamax-Diäten“ vorgeschrieben, aber ein vernünftiger Alltag (ausreichend trinken, ausgewogene Ernährung) unterstützt die Sicherheit.

Kann Topamax mein Gewicht verändern?

Bei manchen Menschen kann es zu einer Gewichtsabnahme kommen. Beobachten Sie Veränderungen und sprechen Sie relevante Änderungen mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt an.

Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen nicht die Beratung durch Ärztinnen/Ärzte oder Apothekerinnen/Apotheker. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage und halten Sie sich an die ärztliche Anweisung. Bei Fragen zu Ihrer persönlichen Situation, Schwangerschaftsplanung, Nierenfunktion oder möglichen Wechselwirkungen wenden Sie sich bitte an Ihr Behandlungsteam.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

25mg, 50mg, 100mg

Packung: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 240 pill, 360 pill